Die Thüringer Finanz­ver­wal­tung hat eine Task Force zur Besteue­rung von Influen­cern gegründet. Ziel ist es, Einnahmen aus Social-Media-Aktivi­täten syste­ma­tisch zu erfassen und eine sachge­rechte Besteue­rung sicher­zu­stellen. Schon heute sind in Thüringen 516 haupt­be­ruf­liche Influencer steuer­lich erfasst. Insbe­son­dere bei neben­be­ruf­lich tätigen Social-Media-Akteuren verspricht man sich von der Task Force einiges, weil die Dunkel­ziffer offenbar hoch ist.

Die Finanz­ver­wal­tung hat also erkannt, dass im Social-Media-Bereich ein erheb­li­ches Poten­zial besteht, dem Staat bisher vorent­hal­tene Steuer­ein­nahmen zuzuführen. Dazu werden allein in Thüringen mehr als 100.000 Daten­sätze von Platt­formen wie YouTube, OnlyFans und Twitch ausge­wertet.

Auch das Finanz­mi­nis­te­rium Nordrhein-Westfalen (NRW) setzt bereits eine Arbeits­gruppe zu diesem Zweck ein. Es ist davon auszu­gehen, dass diese Aktivi­täten demnächst bundes­weit statt­finden werden. Bei Auswei­tung auf die gesamte Bundes­re­pu­blik besteht großes Poten­zial, im Influencer Bereich „struk­tu­relle Besteue­rungs­de­fi­zite“ zu besei­tigen.

Quelle:Sonstige | Veröf­fent­li­chung | Finanz­mi­nis­te­rium Thüringen | 06-04-2026